November 2008 + 2009: Ergotherapie und kognitives Training bei Multipler Sklerose

Ergotherapie beinhaltet alltags- bzw. handlungsorientierte Aktivitäten und Prozesse.
Der Therapie liegt ein ausführliches Erstgespräch mit dem Patienten (und ggf. auch mit seinen Angehörigen) zugrunde. Hier werden der Lebenslauf sowie Hobbys und Interessen erfragt, der Lebens- und Wohnraum analysiert sowie die ersten Schwierigkeiten erfasst. Der Patient selbst formuliert erste Wünsche in Hinblick auf die Therapieziele.
Eine ausführliche Befundung und Statuserhebung erfasst Schwierigkeiten der körperlichen Funktionen und Strukturen sowie Schwierigkeiten der Aktivität und Partizipation.
Die Therapieinhalte sowie die Therapieziele richten sich nach dem jeweiligen Patienten und seinen Schwierigkeiten.
Inhalte der Ergotherapie bei MS können sein

  • Motorisches Funktionstraining: Fein- und Grobmotorik, Gelenkmobilisation und Muskelkräftigung, Koordination, Kraftdosierung….
  • Wahrnehmungs- und Sensibilitätstraining: Körper- und Selbstwahrnehmung, Oberflächen- und Tiefensensibilität
  • Hirnleistungstraining/neuropsychologisch-orientiertes Training: Ausdauer, Konzentration, Merkfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit, psychisches Wohlbefinden
  • Adaptives Training :
    • Kompensationstraining
    • ADL-Training: Aktivitäten des täglichen Lebens z.B. Schreiben, Transfer, Waschen, An- und Auskleiden
    • Hilfsmittelberatung und Anpassung des Wohnraumes

Somit werden Handlungskompetenzen für eine größtmöglichste Selbständigkeit in allen Bereichen der persönlichen, häuslichen und beruflichen Lebensführung erhalten, wiedererlangt und sogar erweitert.

Wir danken Frau Matter für die mehrmalige Einladung und grüßen herzlichst die Kontaktgruppe Filderstadt AMSEL e.V.