Vom Ich zum Wir – die soziale Entwicklung

Von Geburt an besitzt ein Kind die Fähigkeit eine Beziehung zu den Menschen aufzubauen, die es umsorgen.  Mit etwa sechs Monaten beginnt das Kind auf den Gesichtsausdruck des Gegenübers zu achten und lächelt allmählich nur noch freundliche Gesichter an. Es setzt oft das „Fremdeln“ ein. Zum Ende des ersten Lebensjahres nimmt es von sich aus Kontakt zu anderen Menschen auf, Fremden gegenüber begegnet es noch mit Zurückhaltung und im Verlauf des dritten Lebensjahres beginnen Kinder, sich dafür zu interessieren, was Menschen zu einem bestimmten Verhalten und Handeln bewegt.  Mit etwa drei Jahren sind Kinder in der Lage, selbstständig Kontakt zu anderen zu knüpfen. Erste Freundschaften werden geschlossen. Beim gemeinsamen Spiel hält es noch gern an eigenen Spielregeln fest. Gegen Ende des vierten Lebensjahres kann sich das Kind immer besser in andere hineinversetzen und sich vorstellen, dass andere etwas anderes als es selbst fühlen, denken und handeln. Im Verlauf des fünften Lebensjahres werden Rollenspiele immer beliebter, das Kind nimmt andere Blickwinkel ein und festigt damit Verhalten, Können und Wertvorstellungen. Wenn Kinder zusammen spielen, kommt es auch zu Streit. Das ist normal. Erst mit zunehmendem Alter spielen Kinder immer mehr auch in größeren Gruppen miteinander.

Soziales Lächeln –> ab 2-4 Monaten
Parallelspiel –> ab ca. 12 Monaten
Assoziatives Spiel –> ab ca. 24 Monaten
Kooperatives Spiel –> ab ca. 36 Monaten